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Daheim entschieden die Wädenswiler das NLB-Spiel gegen Luzern 6:4 für sich – nachdem sie schon 1:3 zurückgelegen hatten.

Wädenswils Oscar Perman gleicht mit einem Sieg in fünf Sätzen über Dimitri Brunner (im Hintergrund) zum 3:3 aus. (Bild: Stefan Kleiser)

Ein erster Schritt in Richtung Wiederaufstieg in die National-liga A ist gemacht: Wädenswils Männerteam besiegte Luzern 6:4. Die Innerschweizer gelten als einziger ernsthafter Widersacher der Linksufrigen im Kampf um Rang eins in der Gruppe 2. «Wir hatten das Glück, dass wir Oscar im Team haben», meinte Filip Karin nach dem Erfolg. Tatsächlich war der schwedische Verstärkungsspieler Perman mit drei Siegen in drei Einzeln der Mann des Tages. «Wir spielen gut, wenn es wichtig ist», gab der 20-Jährige das Kompliment an die Kollegen zurück. «Und wir fühlen uns gut im Team.»

Allerdings starteten Wädenswils Nationalspieler Filip Karin und Lars Posch unglücklich in die Partie: mit je einer 2:3-Niederlage. Posch liess dabei gegen David Pfabe vier Matchbälle aus. «Sein Spiel hatte ich noch nie gern», entschuldigte er sich danach. Karin holte gegen Dimitri Brunner im Entscheidungssatz ein 0:5 auf. «Dann machte er zwei gute Züge und hatte noch einen Netzball», ärgerte sich Karin darüber, dass aus dem 6:6 ein 6:11 wurde.

Es geht noch besser

Nach vier Einzeln lag der TTCW darum 1:3 hinten. Nach Permans Sieg über den A20-klassierten Brunner war die Partie aber vor dem Doppel wieder ausgeglichen. Es war ein Zittersieg. Zwar hatte Perman schon im dritten Satz zwei Matchbälle. Doch zuletzt fehlte auch Brunner dreimal nur ein Punkt zum Erfolg – bevor Perman den Entscheidungssatz 15:13 gewann. Er sei sehr nervös gewesen, gestand der Schwede. «Das ist das Schwierigste: dass du, wenn es eng ist und du nervös bist, doch dein Spiel spielen kannst.»

Mit einem super Doppel brachten Karin und Posch Wädenswil danach in Front, Posch und Perman machten dann mit 3:0-Siegen im dritten Einzel den knappen Erfolg in einem packenden Spitzenspiel nach dreieinhalb Stunden perfekt. Trainer Norbert Tofalvi war allerdings mehr begeistert vom Ergebnis als von der Leistung seiner Spieler, die sich ebenfalls in Selbstkritik übten. «Wir können noch viele Dinge üben», kommentierte Tofalvi. «Natürlich, perfekt geht nie oder nur einmal im Jahr. Aber besser, das geht schon noch.» (Quelle: zsz 31.10.2017)

Nationalliga B; Wädenswil – Rapid Luzern 6:4

Oscar Perman (A20) s. Simon Huth (A19) 11:5, 11:5, 4:11, 9:11, 11:9. Lars Posch (A19) u. David Pfabe (A19) 11:5, 11:6, 7:11, 9:11, 15:17. Filip Karin (A19) u. Dimitri Brunner (A20) 9:11, 11:8, 7:11, 11:8, 6:11. Posch u. Huth 11:7, 6:11, 7:11, 10:12. Perman s. Brunner 11:8, 13:11, 10:12, 7:11, 15:13. Karin s. Pfabe 7:11, 11:5, 11:3, 11:6. Posch/Karin s. Huth/Pfabe 13:11, 11:8, 11:9. Posch s. Brunner 11:7, 11:7, 11:5. Karin u. Huth 12:10, 8:11, 9:11, 6:11. Perman s. Pfabe 13:11, 11:7, 11:5.