Oscar Perman gewinnt gegen Muttenz zwei seiner drei Einzel. Foto: Michael TrostOscar Perman gewinnt gegen Muttenz zwei seiner drei Einzel. Foto: Michael Trost

Die Wädenswiler punkteten in der Nationalliga A gleich doppelt – und haben mit ihren Erfolgen über Chênois und Muttenz die Chancen auf die Playoff-Qualifikation gewahrt.

Erstmals in dieser Saison gewannen die Wädenswiler am Samstag und am Sonntag zwei Punkte für die Tabelle. «Nein, das hätte ich so nicht gedacht», meinte Nationalspieler Lars Posch nach den beiden Siegen. Denn einer der Gegner war das bis dahin ungeschlagene Muttenz. «Es war das erste Wochenende, an dem wir alle­ drei ziemlich gut gespielt haben», meint Posch schmunzelnd. «Wir wussten immer, dass es möglich ist, gegen die besten Teams zu punkten. Und jetzt haben­ wir es das erste Mal geschafft.»

Am Ende entschied in Muttenz das Doppel zugunsten der Gäste vom Zürich­see. Posch und Filip Karin führten 2:0 in Sätzen, muss­ten die Gegner ausgleichen lassen, lagen im fünften Satz 10:5 vorne, verpassten aber alle fünf Matchbälle. Dann waren Lionel Weber und Cédric Tschanz nur einen Punkt vom Sieg entfernt. Schliesslich gewannen aber Posch und Karin den letzten Satz 13:11. So lag Wädenswil 4:3 vorne. Oscar Perman und Karin stellten mit ihren Siegen über Tschanz und Dominik Moser das 6:4 sicher.

Mental stark gegen Chênois

Ein noch wichtigerer Sieg war den Wädenswilern am Samstag gelungen. Dank dem 6:3-Heimerfolg über Chênois hat der TTCW jetzt acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten aus Genf. Damit ist wahrscheinlich, dass die noch punktlosen Westschweizer am Ende den einzigen Platz belegen werden, der direkt zum Abstieg in die NLB führt. Derweil haben die Wädenswiler Lancy und Veyrier, die eben­falls acht Zähler auf dem Konto haben, eingeholt und weiter­hin eine Chance, das Playoff der besten sechs Mannschaften zu erreichen.

Der Sieg gegen Chênois gelang den Wädenswilern quasi im letzten Satz. Vier der neun Matches, nämlich das Doppel und drei Einzel, gingen über die maximale Distanz. Alle diese Partien wurden von den Wädenswilern gewonnen – und immer hiess der Verlierer Daniel Memmi. Weil auch dem A18-klassierten Deniel Suvorin weder gegen Lars Posch, noch gegen Filip Karin ein Sieg glückte, unterlag Chênois.

«Gegen Suvorin hatten wir keine Probleme, und gegen Rumgay leider nicht viele Chancen», sagt Wädenswils Trainer Norbert Tofalvi. «Aber gegen Memmi waren wir mental stark.»
Quelle: ZSZ 15.01.19, skl

2018 fanden in Australien die Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen statt. In Adelaide startete der Wettkampf mit den Mastern, bevor die Wettkämpfe der Nationalmannschaften und die der Interclubs folgten.

Heinz WangerHeinz Wanger: Weltmeister mit neuer persönlicher Bestzeit

Für die SLRG-Rettungsschwimmer Wädenswil waren mit Bri­gitte Wanger und Heinz Wanger zwei gestandene Athleten am Start, welche in der letzten Dekade schon viel für Furore gesorgt und einige Medaillen an internationalen Grossanlässen eingeheimst hatten. Erst standen für die zwei Masterathleten die Poolwettkämpfe auf dem Programm, wobei sie am ersten Tag in 100 Meter Hindernisschwimmen mit Rang sieben für Heinz Wanger und Rang vierzehn für Brigitte Wanger nicht wie gewohnt reüssieren konnten.

Am zweiten Tag kam dann aber die grosse Überraschung: Heinz Wanger holte sich den Weltmeistertitel in 100 Meter Manikin Tow with Fins mit für ihn neuer persönlicher Rekordzeit. Bei dieser Disziplin wird nach 50 Metern Schwimmen mit Flossen eine Puppe mit dem Gurtretter gesichert, welche danach 50 Meter zurückgezogen werden muss. Am dritten Tag überraschte Heinz Wanger die grosse internationale Konkurrenz gleich ein weiteres Mal und sicherte sich die bronzene Auszeichnung in 100 Meter Manikin Carry with Fins.

Nach dem Pool ans Meer
Nach den äusserst erfolgreichen Poolwettkämpfen ging es für die beiden Master ans Meer, wo sie es mit noch mehr starker Konkurrenz, vornehmlich aus Aus­tralien, zu tun bekamen. Für Heinz Wanger stach dabei noch der achte Rang im Surf Race hervor, Brigitte Wanger konnte sich jeweils in Board Race und Surf Ski Race durch gute Leistungen für das Finale qualifizieren. In ihrer Paradedisziplin, den 2 Kilometern Beach Run kam Brigitte Wanger als Sechste ins Ziel. Heinz Wanger hatte aufgrund der höheren Alterskategorie nur noch einen Kilometer zu rennen und wurde dabei Achter.
Die alle zwei Jahre statt­findenden Weltmeisterschaften waren damit schon zu Ende für die beiden Masterathleten, und wir dürfen gespannt sein, ob sie an den Europameisterschaften auch mit so guten Resultaten glänzen können.
SLRG Wädenswil

Die Interessengemeinschaft Wädenswiler Sportvereine (IWS) und die Stadt Wädenswil haben zusammen eine Stelle «Verantwortliche Sport» geschaffen. Diese soll den IWS-Vorstand von administrativer Arbeit entlasten und eine ­Ansprechperson sein für Trainer und Betreuer der verschiedenen Vereine sowie für andere Sportler. Besetzt wurde die 20-Prozent-Stelle durch die Wädens­wilerin Andrea Schürmann. Die verheiratete Mutter dreier Kinder ist seit elf Jahren Vorstandsmitglied des lokalen Turnvereins und hat diverse Ausbildungen im Sport- und Wellnessbereich absolviert.

Die Hauptaufgabe der Sportverantwortlichen besteht darin, die Nutzung der Sporthallen und -anlagen durch die Wädenswiler Sportvereine zu koordinieren und zu optimieren. Auch ist Andrea Schürmann in diversen Arbeitsgruppen tätig und an Sportförderungsmassnahmen der Stadt beteiligt.

Dominic Tamsel gewinnt Bronze an den Junioren-Europameisterschaften im Barrenfinal. Tim Randegger holt sich mit Rang 6 ein Mehrkampfdiplom.

Dominic Tamsel (links) und Tim Randegger überzeugten an den Europameisterschaften in Glasgow.
Dominic Tamsel (links) und Tim Randegger überzeugten an den Europameisterschaften in Glasgow. Foto: PD

Die Europameisterschaften der Junioren waren integriert in die erstmals stattfindenden European Championships in Glasgow. Im Gerätefinal gelang Tamsel die perfekte Barrenübung mit Felge Handstand, Riesenfelge, Tippelt, Healy und Diamidov. Einzig beim Doppelsaltoausgang musste er mit einem Schritt nach vorne korrigieren. Mit 13.533 erreichte er einen Zehntel mehr als in der Qualifikation und die gleiche Punktzahl wie der Zweitplatzierte Karim Rida aus Deutschland. Wegen der tieferen Execution-Note als Rida bedeutete dies Bronze für den Schweizer Junior. Tamsel qualifizierte sich auch für das Finale am Reck. Ein leichtes Anziehen der Arme nach dem ersten Flugelement verhinderte eine zweite Medaille. Die Note 12.80 reichte immerhin zu Platz 6 und einem EM-Diplom.